Ben Nevis

Ben Nevis – der höchste Berg auf der britischen Insel

Blick auf den Ben Nevis
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Ben Nevis ist ein 1.345 Meter hoher Berg in Schottland. Für den Aufstieg müssen Wanderer vier und für den Abstieg drei Stunden einplanen. Durch die Länge der Tour gilt der Aufstieg als mittelschwierig.

Die Bergwanderung wird aufgrund möglicher wetterbedingter Umstände wie Nebel, Regen, Schnee oder Sturm als anspruchsvoll bezeichnet. Da Schottland sich recht weit nördlich befindet, sind plötzlich auftretender Regen, Nebel und Sturm nicht auszuschließen. Für die Wanderung durch das felsige Terrain sind eine gute Kondition und Trittsicherheit unerlässliche Eigenschaften. Im Sommer können Bergwanderer durchaus auf Altschneefelder treffen.

Ben Nevis
Blick auf den Ben Nevis

Ben Nevis befindet sich in unmittelbarer Nähe von Glasgow, die Anfahrt erfolgt über die A82, vorbei an Loch Lomond über Glencoe nach Fort William. Am Fuße des Berges befindet sich das Ben Nevis Inn, in dem Besucher Lunch und Abendessen genießen können. Das Besucherzentrum, das die Geschichte rund um Ben Nevis anschaulich erklärt, ist täglich geöffnet.

Ben Nevis: der höchste Berg Britanniens

Mit 1.345 Metern ist Ben Nevis der höchste Berg auf den britischen Inseln. Er besteht aus etwa 400 Millionen Jahre alten Gesteinsschichten. Der erste Aufstieg erfolgte 1771 durch den Botaniker James Robertson. Obwohl der Aufstieg als anspruchsvoll gilt, erklimmen jährlich etwa 125.000 Wanderer den Berg. Weitere 100.000 Besucher legen Teilstrecken zurück. Auf dem Gipfel befindet sich ein stillgelegtes Observatorium, von dem jedoch lediglich eine Ruine übrig ist.

Die Aussicht auf das Umland von Ben Nevis ist eine angemessene Entschädigung für den anstrengenden Auf- und Abstieg. Besonders sportliche Besucher lockt die 300 Meter felsige Nordwand, die zu den beliebtesten Eisklettergebieten Schottlands gehört. Die meisten Wanderer nutzen jedoch den Mountain Path an der Südseite, einen weniger anstrengenden und wesentlich festeren Weg hinauf zu Ben Nevis. Dieser befindet sich am Pub Ben Nevis Inn in Glenn Nevis. Hier können Besucher übernachten und so den Ausflug zu und von Ben Nevis ohne Zeitdruck genießen.

Dieser markante Berg ist ferner einer der zwei Endpunkte des Wanderweges West Highland Way. Obwohl der Mountain Path auch als Tourist Path bezeichnet wird, sollte dieser jedoch nicht unterschätzt werden. Besonders in den höheren Regionen ist Ben Nevis als Killerberg bekannt. Hier können auch im Sommer plötzlich Nebel, Hurrikanböen und Stürme auftreten. Daher sind feste Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung unverzichtbar für einen Ausflug auf den Ben Nevis.

In den 1970er-Jahren hat dieser Killerberg mehr als 100 Opfer gefordert. Weniger sportliche und unerfahrene Wanderer sollten einen Aufstieg vermeiden und sich stattdessen für alternative Wanderwege entlang des Flussufers entscheiden. Von hier aus besteht gleichfalls ein wunderschöner Ausblick auf den Berg und die unmittelbare Umgebung. Der Name kommt übrigens aus dem Gällischen und bedeutet „Kopf über den Wolken“. Eine alternative Bezeichnung lautet „Roof of Britain“, Dach von Großbritannien.

Die Klientel, der man während einer Ben Nevis-Wanderung begegnet, ist recht vielseitig. Hier trifft man den klassischen Ferienwanderer genauso wie den professionellen Bergsteiger. Wer eine besondere Herausforderung sucht, sollte sich für den Carn Mor Dearg Arete-Wanderweg entscheiden, den jedoch nur sehr sportliche Besucher mit Erfahrung im Bergwandern nehmen sollten. Die gesamte Umgebung des Ben Nevis ist steinig und felsig, daher sind auch die Wanderwege meistens mit Schotter, Gestein und Treppen versehen. Für eine optimale Orientierung empfiehlt sich der Einsatz von Karte und Kompass.

Ben Nevis in Schottland
Ben Nevis: der höchste Berg Schottlands und Großbritanniens

Ausgehend vom Start auf Meereshöhe müssen Wanderer starke Höhenunterschiede bewältigen. Wer sich Ben Nevis über einen der Wanderwege nähert, findet einen imposanten Berg vor, auch wenn dieser sicherlich nicht zu den höchsten Erhebungen der Welt gehört. Schon alleine dieser imposante Anblick genügt vielen Besuchern, die sich den Aufstieg nicht zutrauen.

Je schwieriger der Aufstieg, desto sicherer muss die Wanderkleidung sein. Hier empfehlen sich massive Berg- beziehungsweise Wanderstiefel. Für die leichteren Wanderouten reichen knöchelhohe Wanderschuhe aus. Da das Wetter schnell umschlagen kann und es in den Bergregionen Schottlands immer etwas kühler und häufig auch nebelig ist, tragen Wanderer am besten Funktionskleidung.

Unterwäsche aus Polyester sorgt für die notwendige Schweißregulation, eine Fleece-Jacke speichert Wärme. Über der Fleece-Jacke wird eine atmungsaktive Softshell-Jacke getragen. Diese schützt vor Wind und Regen. Alternativ ist auch eine noch festere Hardshell-Jacke möglich.

Freizeitaktivitäten rund um Ben Nevis

Rund um Ben Nevis empfehlen sich verschiedene Freizeitaktivitäten. Die Schotten bezeichnen Whisky als Wasser des Lebens. Entsprechend hochwertig sind die schottischen Sorten, die Kenner weltweit zu schätzen wissen. Eine der zahlreichen Destillerien des Landes befindet sich direkt am Fuße des Ben Nevis.

Sie trägt, wie sollte es auch anders sein, den Namen Ben Nevis Distillery. Wer sich den Aufstieg zum Ben Nevis nicht zutraut, aber dennoch hoch hinaus möchte, fährt mit der Nevis Range Seilbahn auf einen der benachbarten Berge hinaus, denn hier befinden sich ein gut erschlossenes Skigebiet sowie verschiedene Wege für Wanderer, Mountainbiker und Fahrradfahrer.

Fässer aus der Ben Nevis Destillery
Fässer aus der Ben Nevis Destillery

Wer es etwas gemütlicher und weniger anstrengend mag, unternimmt eine Fahrt mit der historischen Jacobite Steam Train, die von Fort Williams bis nach Mallaig und zurückgeht. Unterwegs fällt der Blick auf die wunderschönen schottischen Highlands.

Ein Besuch in Schottland wäre nicht vollständig ohne den Besuch einer der zahlreichen Burgen, die genauso zur Landschaft gehören wie die Berge. In der Nähe von Ben Nevis befindet sich Inverlochy Castle, eine für Spaziergänger am Ortsrand von Fort William leicht zu erreichende Burgruine.

Fort William – das Drehkreuz der Schottischen Highlands

Fort William am Fuße von Ben Nevis zählt 9.000 Einwohner. Die Übersetzung des gällischen Namens An Gearasdan lautet Die Festung. 1650 hat sich die Stadt um das Fort Inverlochy gebildet und wurde vierzig Jahre später nach William III. benannt. So manch ein Besucher wundert sich über die Hoteldichte in dem vergleichsweise kleinen Ort. Dieser gilt allerdings als Drehkreuz für Wanderungen und Ausflüge in die Schottischen Highlands.

Mit Souvenirshops, Geschäften für Outdoor-Bekleidung und Restaurants ist das Angebot in der Fußgängerzone ist ganz auf die Bedürfnisse von Touristen und Wanderern ausgerichtet. Auch große Supermärkte wie Morrisons und Lidl sind hier zu finden, sodass sich Wanderer mit der notwendigen Verpflegung und Hygieneartikeln für ihren Ausflug auf den Ben Nevis ausstatten können. Fort William liegt an der Meeresbucht von Loch Linnhe und bietet ein wunderschönes Bergpanorama.

Kirche in Fort William
Kirche in Fort William

Allerdings sollten Besucher nicht mit falschen Erwartungen hierherkommen, denn im Internet liest man immer mal wieder, ein Besuch in Fort William lohne sich nicht, es sei keine schöne Stadt. Diese Stadt ist jedoch mit nicht mit anderen schottischen Städten wie Glasgow und Edinburgh zu vergleichen. Aufgrund seines Bergpanoramas und der Nähe zum Meer entfaltet Fort William eher den Charme eines kleinen Alpen- und Fischerdorfes.

Wer die Schottischen Highlands für mehrere Tage erkunden möchte, findet hier einen idealen Ausgangsort, denn mit dem Mietauto erreicht man schnell die Städte und Naturschutzgebiete in der Nähe. Nach den vielfältigen Wanderaktivitäten auf dem Ben Nevis und in den Schottischen Highlands ist diese Kleinstadt ein idealer Ort, um auszuspannen.

Das Hotelangebot ist sehr vielseitig, vom Backpacker bis zur Villa ist alles dabei. Campingfans kommen gleichfalls nicht zu kurz, denn in Fort William befinden sich mehrere Camping- und Zeltplätze. Alle Plätze überzeugen mit einer gepflegten Infrastruktur, sodass es hier richtig Spaß macht, einen preiswerten Urlaub im Wohnmobil oder im Zelt zu verbringen.

Ein kurzweiliger Ausflug ist eine Fahrt mit Fähre über Loch Linnhe. Es gibt noch weitere Bootsausflüge in die unmittelbare Umgebung. Und wem diese Aktivitäten immer noch nicht ausreichen, stattet dem Fort William Leisure Fitness Centre einen Besuch ab. Neben einem Schwimmbad und Fitnessgeräten gibt es hier eine Kletterwand, eine Sauna und ein Solarium.

Geschichte

Der erste überlieferte Aufstieg wurde 1771 dokumentiert. 1847 fanden Forscher heraus, dass nicht Ben Macdhui, sondern Ben Nevis die höchste Bergerhebung Großbritanniens ist. 1883 wurde das Observatorium auf dem Berggipfel eröffnet. Zum ersten Mal führte ein ausgebauter Pfad, der Mountain Treck zum Gipfel, der auch als Pony Trail bezeichnet wurde.

1895 fand der erste offizielle Hill Run statt. Der sportliche William Swann rannte innerhalb von zwei Stunden und 41 Minuten auf den Gipfel und wieder zurück.

1904 musste das Observatorium wegen Finanzierungsproblemen jedoch wieder geschlossen werden. Dieses Schicksal ereilte 1916 auch das aus dem Observatorium hervorgegangene Observatory Hotel. 1937 fand das erste, noch heute in dieser Art und Weise durchgeführte Ben Nevis Race statt.

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